Geschichte des Vöslauer Kursalons

"Südlich von der Waldwiese ist der vom Architecten Hansen erbaute Cursalon - sein letztes Werk - mit zwei grossen Sälen und einer Gartenterrasse..."
(Vöslau in Wort und Bild von Wilhlem Geiger, 1898)

Bauherr des Kursalons war die Familie der Grafen Fries. Diese hatte bereits die Errichtung des Jägerhauses (1851 - zusammen mit Ludwig von Förster) und des Kassahäuschen des Thermalbades (oberer Teich) bei Theophil Hansen in Auftrag gegeben.

Es ist es also nicht verwunderlich, dass dem Architekten auch der Kursalon zugeschrieben wird. Es ist sogar durchaus wahrscheinlich, dass eine so repräsentative Aufgabe wie der Bau eines Kursalons an den schon seit den 1860er Jahren für die Familie Fries arbeitenden Hansen erging. Der noch erhaltene Plan des Vöslauer Baumeisters Rudolf Reiter vermittelt eine Struktur des Baues. Diese erinnert stark an das Kompositionsprinzip Hansens, der gerne einen stark dominierenden Mittelteil zurücktretenden Seitenteilen gegenüberstellte.

Vor dem Bau des Kursalons stand um 1870 ein Kaffeehaus auf der Waldwiese. Waldwiese war die alte Bezeichnung für den Kurpark. 1880 wurde dann der Kursalon errichtet und erst fast 100 Jahre später in die heutige Form umgebaut. Es wurde dabei jedoch nur der Grundriss des Gebäudes beibehalten.

„Die lichten Toiletten der Damen mit den buntgeschmückten Hüten geben ein herrliches Farbenbild, über welches sich der Himmel wie eine zarte blaue Decke wölbt. In den Schallwellen der mit einander conversirenden Menschen mengen sich Tonwellen von der hier concertierenden Curcapelle, und die hellen Geigentöne schmeicheln sich jubelnd in die Herzen der Menschen.“ (Wilhelm Geiger 1898)

Mehr Informatione zur Familie Grafen Fries, dem Thermalbad und des alten "Curortes" erfahren Sie im Stadtmuseum Bad Vöslau.

Kursalon Bad Vöslau | Waldwiese 2 | A-2540 Bad Vöslau